10v10_Asyl_AargauDer Kanton Aargau verabschiedet sich von einem umstrittenen System. Bisher konnten im Aargau Gemeinden eine Ersatzabgabe zahlen anstatt Flüchtlinge aufzunehmen. Diese Massnahme war gedacht für Gemeinden, die zwar aufnehmen möchten, aber nicht können. So hat es in anderen Kantonen funktioniert. Der Aargau ist aber wohl der einzige Kanton, wo dieses System ausgenutzt worden ist. Gewisse Gemeinden suchten gar nicht erst nach Platz für Flüchtlinge – sie kauften sich von ihrer Pflicht einfach frei. Rund die Hälfte der Gemeinden hat keine oder zu wenige Personen aufgenommen.

Seit Anfang Jahr werden mit der neuen Regelung unter anderem die Kosten für die Gemeinden viel höher, wenn sie ihre Aufnahmepflicht nicht erfüllen. Das führt zu einem grossen Umdenken.

Beitrag anschauen: «10vor10» vom 4. Januar 2016